Familie Bannaski, Aufzuchtbetrieb

Die Familie Bannaski betreibt einen kleinen Bio-Bauernhof in der Nähe von Bernbeuren am Auerberg. Seit 2007 setzen die Bannaskis auf ökologische Landwirtschaft. Die Natur ist für sie ein perfektes System. "Deswegen behandeln wir sie mit großem Respekt", so das Motto der Familie, die sich intensiv mit alternativen Bewirtschaftungskonzepten beschäftigt. Die Familie, das sind Max und Tina mit den beiden gemeinsamen Kindern, Evi und Paul, Max' Tochter Anna-Lena und seiner Mutter Heilwig. Gemeinsam leben sie in Hinterklausmen, einem abgeschiedenen Grundstück, das man nur über eine unebene Schotterstraße erreicht.

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Vom Wohnhaus führt der Weg den Hügel hinauf zum Stall. Von dort blickt man auf die Alpenkette und wer gute Augen hat, kann Schloß Neuschwanstein erkennen. Hier mitten in der Natur ist es kein Wunder, dass den Bannaskis Artenvielfalt und das natürliche Bodenleben besonders am Herzen liegen. Und weil Humus dafür so wichtig ist, kann sich Max wie kein zweiter für die Arbeit von Regenwürmern begeistern. Der gelernte Maschinenbaumeister ist der Erfinder der Kuss-Kuh und ein Überzeugungstäter.

Dem allgemeinen Trend zu höher, schneller, weiter wollen sich die Bannaskis in ihrer Art zu wirtschaften nicht hingeben. Das gilt nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Grünlandbewirtschaftung der Weiden und Felder. Weil Max aber mit den Landwirschaftsmaschinen, die es auf dem Markt so gab, nicht zufrieden war, hat er kurzerhand selbst welche entworfen. Er wollte mit minimalem Energieaufwand ökologisch und arbeitswirtschaftlich maximale Effizienz erreichen. Anfangs belächelt kann sich seine Firma BB-Umwelttechnik heute kaum noch vor Aufträgen retten.

Max steht immer unter Strom, doch um runterzukommen schaut er am Liebsten seinen Tieren beim Fressen zu. Und weil er von den Milchviehbetrieben die Stierkälber aufnimmt, die dort nicht gebraucht werden, wird seine Herde wohl erst mal ein bisschen wachsen.

Betrieb übernommen: 2006
Fläche: 39 ha
Tierbestand: 8 Mutterkühe, 14 Stiere, 14 Jungvieh
Bio zertifiziert seit: 2006
Bio-Label: Bioland
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Familie Bair, Aufzucht- und Milchviehbetrieb

"Wir denken bei jeder Entscheidung an die siebte Generation nach uns." Diese indigene Weisheit ist die Philosophie von Erwin und Antonie Bair. Denn ihnen geht es nicht nur um sich und den eigenen Hof, sondern um uns alle. Beinahe wären sie in den 1990er Jahren nach Kanada ausgewandert. Doch dann haben sie sich in letzter Sekunde umentschieden und stattdessen von Erwins Onkel den Hof der Großeltern übernommen. "Der Hof ist einfach mein Leben", sagt Erwin. Er ist dort aufgewachsen und hat schon als kleiner Bua im Stall mitgeholfen. So wie später die eigenen Kinder.

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Zur Familie von Erwin und Antonie gehören heute die vier Söhne Max, Thomas, Andreas und Lukas, Schwiegertochter Kathrin und Enkelin Sarah. Und natürlich die beiden Kater Rocky und Rambo. "Wer daheim ist, ist dabei", lautet die Devise. Das heißt: Wer auf dem Hof ist, hilft auch mit.

2014 haben die Bairs auf Heumilch umgestellt. Eigentlich hätten sie das gerne schon viel früher gemacht, aber die Infrastruktur war einfach noch nicht da. Das ändert sich so langsam. Aus den Exoten sind Vorreiter geworden.

Das Besondere bei den Bairs: Sie betreiben einen Milch- und Aufzuchtbetrieb. So können alle Tiere von der Geburt bis zum Tod auf dem Hof bleiben und der Kreislauf der Tiere wird nicht unterbrochen. Aktuell gibt es 13 Kühe, 6 Ochsen, 4 Färsen und das Kalb Franzl. Für die Namensgebung ist Antonie zuständig. Einzige Regel: Der Name fängt stets mit dem gleichen Anfangsbuchstaben an wie der Name der Mutterkuh.

Betrieb übernommen: 2003
Fläche: 17 ha
Tierbestand: 13 Kühe, 6 Ochsen, 4 Färsen, 1 Kalb
Bio zertifiziert seit: 2016
Bio-Label: Naturland
Logo Naturland

Familie Berti und Alex Streif, Milchviehbetrieb

Wer bei den Streifs auf den Hof kommt, wird freudig von Hund Bella begrüßt. Und wie auf kleinen Milchviehbetrieben üblich, steht man dann auch schon fast im Stall. Dort trifft man jede Menge neugieriger und charakterstarker Kühe. Recht imposant sehen sie aus mit ihren Hörnern. Rassenmäßig geht es dabei bunt durcheinander, deswegen nennt Berti Streif seine Milchvieh-Herde auch liebevoll "den Faschingsumzug". Und so merkt man recht schnell, dass für die Streifs das Bauernleben echte Berufung ist.

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Den Hof gibt es mindestens seit 1648 und so lange ist er auch in Familienhand. Extensive Landwirtschaft war schon immer das Motto. Seit 2015 gibt es Heumilch, seit 2016 Bio und seit 2019 ist es ein Demeter-Betrieb. Zur Familie gehören Berti mit Frau Alex, die Großeltern Josef und Traudl, und die beiden Jüngsten, die Söhne Ferdinand und Ludwig.

"Bei denen is Hopfen und Malz verloren", denken vielleicht manche über den Familienbetrieb. Doch die Bauernfamilie ist überzeugt davon, dass sie das richtige tun. Deswegen stellen sie gerade auf muttergebundene Kälberaufzucht um. Das bedeutet zwar mehr Handarbeit und mehr misten. Aber: Nicht nur die Kälber lernen dadurch viel mehr, sondern auch die Streifs als Landwirte. Zum Beispiel, dass Kuh Sophie auch andere Kälber gern anschleckt und Kuh Walli wirklich alle Kälber saufen lässt. Wohin das führen wird? "Das wissen wir auch erst in einem Jahr. Klar ist, dass es richtig ist."

Die Kälber, die die Streifs auf ihrem Hof selbst nicht aufziehen können, werden an die Bannaskis oder einen der anderen Aufzuchtbetriebe weitergegeben. So funktioniert das Kuss-Kuh-Prinzip.

Betrieb übernommen: wird gemeinsam betrieben
Fläche: 40 ha
Tierbestand: 35 Milchkühe, 20 Jungvieh, 6 Kälber
Bio zertifiziert seit: 2016
Bio-Label: Demeter
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Familie Hiltensberger, Milchviehbetrieb

"Unsere Kühe müssen Hörner haben" das war für Georg und Christine Hiltensberger vollkommen klar. Dass das auch so einige Herausforderungen mit sich bringt, damit muss man dann einfach umgehen. Da sind die beiden ganz pragmatisch. Um herauszufinden, wie man Kühe mit Hörnern in einem Laufstall halten kann, ist Georg unter anderem durch die Alpenregion gefahren, hat Info-Material aus der Schweiz bestellt und sich viel mit anderen Bauern unterhalten. Und siehe da: es geht! Wichtig ist nur: Die Kühe brauchen Platz, damit sie sich aus dem Weg gehen können. Wie bei Menschen eben auch. Und man muss Zeit investieren und sich mit den Tieren befassen.

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Mit den Tieren befasst hat sich Georg seit seinem 16. Lebensjahr. Damals starb seine Mutter und ab da war klar, dass er den Vater bei der Landwirtschaft unterstützt. 1994 hat er dann den Hof übernommen. "Der Hof, das war und ist meine Seele", sagt er heute.

Inzwischen lebt er dort mit seiner Ehefrau Christine und Tochter Vroni, mit dem Bruder Alban, dessen Frau Karin und dem kleinen Alban Junior. Und dann sind da natürlich noch Hofhund Lara, die drei Katzen Sweety, Mickey und Fuchsi, die alte Haflinger-Dame Wirka und eine "variable Anzahl an Hühnern", wie es Christine mit einem Augenzwinkern ausdrückt.

Für alle steht das ökologische Wirtschaften im Mittelpunkt. Es geht darum, nur das von der Fläche runterzuholen, was der Boden natürlicherweise und ohne Kunstdünger hergibt. Das gleiche gilt für den Umgang mit den Tieren. Die Kühe sollen nur so viel Milch geben, wie sie fressen können und körperlich gut vertragen.

Und was die Tiere vertragen, dafür hat Georg einen Blick wie kein zweiter. Schließlich hat er sich für den Stallumbau mit der Psyche der Kuh eingehend beschäftigt. Und so kann man von den Hiltensbergers zum Beispiel lernen, dass Kühe ihren Namen kennen. "Wenn Du die ansprichst mit dem Namen, wissen sie genau, dass sie gemeint sind." Woran man das erkennt? "Weil die Ohren nach hinten gehen." Achtet mal drauf!

Betrieb übernommen: 1994
Fläche: 17 ha
Tierbestand: 13 Milchkühe, 6 Jungvieh, 3 Kälber
Bio zertifiziert seit: 2015
Bio-Label: Bioland
Logo Bioland

Familie Robert Streif, Aufzuchtbetrieb

Seit Robert Streif vor einigen Jahren selbst einen Schlachthof besichtigt hat, ist für ihn klar: Es geht kein Tier mehr in einen Schlachthof oder auf einen Hänger. Stattdessen gibt es auf dem Hof nur noch Weideschlachtung. "Das Tier muss mit'm Wa°dl (hochdeutsch: Schwanz) nach oben aus der Tür raus kommen und tot umfallen", das ist Roberts Überzeugung. Und nach diesem Prinzip lebt der Nebenerwerbsbauer auch. Das war nicht immer so auf dem Zacher-Hof, der den Namen des Gründers Zacharias Holl trägt. Seit 1642 gibt es den Betrieb. 1990 hat Robert ihn übernommen als sein Onkel überraschend an einem Herzinfarkt starb.

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Gerade ist einiges im Umbruch. Neuer Stall, mehr Fläche, Bio-Zertifizierung. Es gibt also viel zu tun. Vor allem, wenn grad mal wieder eines der Kälber ausgebüchst ist, um den Salatgarten umzugraben oder sich in einem Streuhaufen zu vergnügen.

Aber zum Glück hilft die ganze Familie mit. Die Eltern Rita und Johann, die Lebensgefährtin Monika und der Sohn Max mit Freundin Sandra. Und wenn es darum geht, die Herde zusammenzuhalten, dann ist auch Olga dabei: die 17 Jahre alte Leitkuh des Aufzuchtbetriebs. Die kann zwar nicht mehr so schnell, aber in der Herde hat sie das Zepter in der Hand. Sie kennt die Wege und die Weiden und bringt die Herde zum Hof, wenn man sie ruft.

Und genau das ist für die Streifs das wichtigste: Mit den Tieren gut umgehen. Die Tiere möglichst artgerecht halten und füttern. Mit viel Freiraum, frischem Gras und Heu und ohne Kraftfutter. Und dabei möglichst nachhaltig wirtschaften und gesunde und qualitativ hochwertige Nahrungsmittel herstellen.

Betrieb übernommen: 1990
Fläche: 14 ha
Tierbestand: 5 Mutterkühe, 10 Jungvieh
Bio zertifiziert seit: befindet sich gerade in Umstellung
Bio-Label: noch nicht zertifiziert

Familie Weingand, Milchviehbetrieb

Vor über 200 Jahren hat die Familie mal den Hof mit einem anderen Betrieb aus Bad Bayersoien getauscht. Seitdem wird der Betrieb von Generation zu Generation weitergegeben. Zuletzt 2007 von Georg und Rosina Weingand an Sohn Michi und seine Frau Birgit. Die beiden leben dort heute mit der Oma und den drei Kindern Leander, Eva und Mathias. Anfangs war der Hof noch ein Nebenerwerbsbetrieb, inzwischen ist es für Birgit und Michi ein Fulltime-Job. 2011 haben sie den Betrieb auf Bio zertifizieren lassen, viel umstellen mussten sie dafür nicht. Seit 2014 gibt es Bio-Heumilch.

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"Des mit der Heumilch macht man nicht aus ökonomischen Gründen, sondern aus Überzeugung", sagt Michi. Weil die Tiere gesünder sind. Und weil es nachhaltiger ist. Damit das alles einwandfrei funktioniert, haben die Weingands Ende 2012 angefangen zu planen und Anfang 2013 schließlich gebaut.

Besonders viele Gedanken haben sie sich dabei über die Heutrocknung gemacht. Denn ganz so einfach, wie man sich das vielleicht vorstellt, ist es nicht. Um ordentliches Heu zu machen braucht man - je nachdem wie nass der Boden ist - 3 bis 4 Tage ganz sicher gutes Wetter mit Sonnenschein. Damit das gemähte Gras trocknet. In der Zeit wird immer wieder gekreiselt, damit das nasse Gras nach oben kommt und weiter trocknen kann. Wenns dann plötzlich regnet, ist das Heu hinüber. Deswegen haben sich die Weingands schließlich für eine Heutrocknungsanlage entschieden.

So eine Anlage funktioniert wie ein riesiger Fön. Dabei kann man in einer Box bis zu 300 Kubik trocknen. Da ist also ordentlich Power dahinter. "Wenn man 20 Zentimeter davor steht, dann ziehts einen ganz schön ran", erzählt Michi lachend. Und dann spürt man deutlich seine Leidenschaft für das Thema.

Mindestens genauso sehr beschäftigt ihn der richtige Umgang mit den Tieren. Wie alle Kuss-Kuh-Betriebe haben auch die Tiere der Weingands Hörner. Aus diesem Grund gibt es im Moment recht viel Jungvieh: Denn um die Tiere weggeben zu können, müssten sie enthornt sein. Also hat man sich kurzerhand dazu entschlossen, die Tiere nicht mehr "um die Welt spazieren zu fahren", sondern auf dem Hof zu behalten und sich der Kuss-Kuh anzuschließen.

Betrieb übernommen: 2007
Fläche: 30 ha
Tierbestand: 29 Milchkühe, 40 Jungvieh
Bio zertifiziert seit: 2011
Bio-Label: Bioland
Logo Bioland

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